Ausschuss Lehre und Studium/2012-08-22

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Anwesende

WissenschaftlerInnen oder Fachkräfte ausbilden? Unterschiede zwischen Hochschularten – sollte es die geben?[Bearbeiten]

  • Der fzs vertritt die Position, dass alles gleich sein soll. Eigentlich haben Uni und FH aber unterschiedliche Ziele, auf der anderen Seite versucht jede so zu sein wie die andere: Die Unis wollen praxisnah sein, die FH's forschen.
  • Sollte das nicht auch an einer Hochschule möglich sein?
  • besser, wenn das drauf steht, was drin ist
  • Es sollte kein Problem sein, zu wechseln, Abschlüsse sollten gleichwertig sein.
  • Aber gerade durch unterschiedliche Abschlüsse gibt es die Möglichkeit, sich abzugrenzen.
  • Unterschiede sollten wertfrei sein.
  • man kann nicht das Denken der Leute ändern, deshalb den Unterschied abschaffen
  • Der Unterschied war auch da. Die Studienzeit war an einer FH geringer. Daher gab es beispielsweise eine niedrigere Eingruppierung und demnach auch anfangs weniger Entgelt.
  • Historisch gab es die Promotion nur an den „richtigen Unis“ – Leipzig war ja erst die einzige Hochschule in Sachsen, die das wirklich durfte, die anderen haben sich das auch erstritten, die Argumentationen kommen uns da sehr bekannt vor.
  • Eigentlich müssen wir beides (sowohl praxisnah als auch auf Forschung bezogen) ausbilden, da wir beides brauchen.
  • Was sind die Schwerpunkte eines Hochschulstudiums?
  • Jeder akademische Abschluss sollte beides, Forschung und Lehre mit wissenschaftlichen und Praxisbezug, beinhalten, die Frage ist, wie ist es akzentuiert.
  • Jeder Studiengang sollte beispielsweise über Wahlfächer – sowohl das eine als auch das andere ermöglichen.
  • War das nicht auch eine Idee hinter Bachelor/Master? Im BA viel Breite und dann mit dem Master spezialisieren?
  • Wenn man das zu Ende denkt, dann ist das das Ziel von Bologna, da braucht man da auch nicht mehr zwischen Hochschultypen zu unterscheiden.
  • Hochschulen mit Labels?
  • Wenn man im Sinne von Bologna aus schaut, dann sollte so was eher über Modulbeschreibungen laufen.

→ daraus resultiert die Frage nach der Zugangsberechtigung: Wenn alles eins ist, kann man dann mit einer Fachhochschulreife auch studieren? Und wo und was?

  • Forderung nach Unterschiede aufheben verständlich, nur überlegen, was da noch mit dran hängt.
  • Unis & FH's zusammenlegen
  • Wie laufen dann die Finanzzuweisungen? FH bekommen doch aktuell weniger?
  • Ist das gerechtfertigt?
  • Nach Studiengang ergibt es Sinn zu unterscheiden, wie viel Geld benötigt wird, nicht nach Hochschultypen.
  • Und zwischen einzelnen Lehrstühlen?
  • Habe in Erinnerung, dass die FH's finanziell noch ganz gut dastehen – dann würde das keinen Sinn ergeben.

→ Hochschulfinanzierung?

  • FH's können keine Lehre aus Drittmitteln finanzieren.
  • Die FH's haben kaum Mittelbau, nahezu alle Lehrenden sind vom Land finanziert.
  • Die Zuweisungen sind doch nicht aufgeschlüsselt – Globalhaushalt.
  • Nicht das die finanziell besser dastehen, sondern es wird prozentual weniger gekürzt und das liegt am kaum vorhandenen Mittelbau.
  • Anteil an Profs im Lehrdeputat ist höher, jeder Prof hat mehr Lehrbeauftragung.
  • Wenn wir die Hochschulformen auflösen wollen, muss für jede Hochschule einzeln der Finanzbedarf bestimmt werden.
  • Wenn die Hochschulen sich profilieren, dann entstehen dadurch wieder Unterschiede und das ist dann nicht mehr vergleichbar, den Effekt verstärken wir damit.
  • Aber das ist ja gerade ein Kernthema von Bologna, diese Spezialisierungen zu ermöglichen – auch das was ich an Bologna mit am kritischsten sehe.

Grundsätzlich Tendenz in Richtung Alles zusammenfassen könnte sinnvoll sein, aber noch schauen, was da noch so dranhängt/was das konkret nach sich zieht.

Lehramtsausbildung[Bearbeiten]

Vorschlag: Position der jungen GEW übernehmen, da diese unserer wahrscheinlich sehr nahe kommt.

Ann fragt Burkhard

Qualitätssicherungssysteme und deren Ausgestaltung[Bearbeiten]

Arbeitsschutz für Studis[Bearbeiten]

Bitte präzisieren, dass es irgendwie um die Bekleidung (oder so) für Studierende der Chemie geht.

  • Die offizielle Aussage war, dass außer in Leipzig die Studis das gestellt bekommen, eigene Recherche hat aber ergeben, dass das alle selber kaufen zu müssen.

Hochschulzulassung[Bearbeiten]

  • NC's sind doof, wir sind dafür, diese abzuschaffen.
  • Vorschlag: KSS unterstützt euch, euch rein zu klagen – es gibt Dokumente im Netz zum runterladen, die zur Verfügung stellen und eine Kampagne dazu machen.
  • Bezug zum Verfassungsgerichtsurteil: „wenn 40 Jahr kurzfristig ist...“

→ rausfinden, ob das rechtlich sauber ist

  • Antrag für den nächsten LSR wird von Marius (und Bernd) vorbereitet.

Wo wollen wir mit dem Studium hin?[Bearbeiten]

  • Wodurch definiert sich für uns Qualität im Studium und wie sieht der Weg dahin aus?
  • 85-90% AbsolventInnenquote (nur mal so in Raum geworfen), Lehrbezug, Forschungsbezug
  • Inhaltliche Ziele formulieren! – Kompetenzen, nicht Quoten!
  • Man muss sowohl qualitativ & quantitativ arbeiten. Man kann halt nur auf die Statistiken gucken → AbsolventInnenbefragungen.
  • Die Leute gucken aber auf die Quoten – wenn derartige AbsolventInnenquoten gefordert werden, besteht die Gefahr, dass das Niveau gesenkt wird, um die Quote zu erreichen.
  • Alternative Prüfungsformen

→ Indikatoren für Qualitätssicherung

Workloaderhebungen[Bearbeiten]

  • Was soll das aussagen? Jeder Mensch braucht andere Zeiten.
  • Quasi die neue Regelstudienzeit.
  • Keine StuKo bekannt, die die Workloaderhebung wirklich sauber machen, es wird meistens pi mal Daumen etwas festgelegt.
  • In Leipzig muss angegeben werden, wie viel Präsenszeit & wie viel Selbststudium.
  • Anfrage/Arbeitsaufgabe fürs SMWK: Vergleicht doch mal die HS bezgl. des Workload?

Akkreditierung[Bearbeiten]

  • Studiengänge müssen akkreditiert sein, bevor immatrikuliert wird.
  • Akkreditierung ist mies.
  • Entwicklungsleitfaden für Akkreditierung, aber wir könnten zumindest die Mindestanforderungen überprüfen.
  • Die Leute setzen sich nicht damit auseinander, weil es ihnen zu kompliziert ist.
  • Ein Problem: Die Reform soll kostenneutral sein – stell dir vor, du bist Prof, lehrst 30 Jahre in dem System und sollst dich in das neue System einarbeiten, das musst du in deiner Freizeit machen.

→ Schulungen zum Thema Bologna anbieten (DAAD machen das schon „Bolognaexperten“)

Verständnis für die Weiterentwicklung von Lehre

  • Es wäre jetzt sinnvoll, das Akkreditierungssystem zu kritisieren.
  • Jede Agentur legt die Kriterien unterschiedlich aus, das ist ein Problem.
  • Abschnitt aus der Bologna-Posistion der KSS
  • Es gibt die Kriterien, aber jeder macht Mensch macht was er will.
  • Die Berichte werden veröffentlicht.
  • Was ist eine didaktische Begründung? „Wir haben das immer so gemacht“ ist keine Begründung,
  • Der Rat sollte auch über die Auslegung entscheiden.
  • Wir haben im Fachausschuss Ampelpapiere, versuchen das in der ASIIN durchzusetzen.

→ Bernd schickt diese rum und wir gucken, ob uns das für die KSS gefällt

Weiterbildung[Bearbeiten]

  • Verpflichtende Weiterbildung für Profs?
  • In Leipzig werden Vorgaben gemacht, die die Profs bekommen. Da reicht es, wenn man in der Fakultät Experten ausbildet

Angebot für Lehrende[Bearbeiten]

  • Didaktik-Schulungsangebote
  • How to Studienganggestaltung, Nachteilsausgleich, Bologna,
  • In Habilitationsordnung verpflichtende didaktische Weiterbildung – scheint an der Uni Leipzig schon mal gefallen zu sein.
  • Weiterbildungen sollten nicht von der Hochschule, sondern neutraler staatlicher Stelle, bezahlt werden müssen.
  • Wie wollen wir das regeln – soll das in die Habilitation mit rein, kann-Bestimmung oder muss?Mit Anreiz/Strafsystem? → Leistungsbesoldung
  • soll in die Habilitationsordnung mit rein
  • gehört in die Stellenbeschreibung mit rein, dass Lehre/Weiterbildung zur Dienstaufgabe gehört (für Berufungen)
  • Weiterbildung sollte kostenlos sein & verpflichtend, mind. 1x in XX Jahren, durchwechseln innerhalb der Professur/Fakultät
  • Evaluation von Lehrveranstaltungen soll dabei einbezogen werden
  • (soll an Leistungsbesoldung gekoppelt werden)

Lehrevaluation[Bearbeiten]

  • Profs sollten die Auswertung davon bekommen
  • Sollte innerhalb des zentralen hochschulweiten QS geregelt sein – Rahmen dafür: was wird wie oft erhoben?
  • Daten auswerten, Stand mit Zielen vgl. neue Ziele formulieren und dann so weiter.
  • verpflichtende, anonymisierte Veröffentlichung der Ergebnisse?

Rahmenordnungen[Bearbeiten]

  • In welchem Maße sind die sinnvoll, dass sie helfen und nicht Weiterentwicklungen behindern
  • An der HTW Dresden gibt es Muster für Studien- und Prüfungsordnung, die aber zwangsläufig wird, weil das Rektorat bei der Kontrolle das Muster mit heranzieht.
  • Wie restriktiv wird das umgesetzt?
  • Geht soweit, dass die Studien- und Prüfungsordnungen geändert werden sollen, wenn die Musterordnung geändert werden

Gucken, was wir haben (Jedes Mitglied soll mal ausarbeiten & dann gucken wir was wir haben und was wir gut finden.)

Simon hat damit schon angefangen, was für Freiberg zu basteln – soll bitte mal für alle gemeinsam gemacht werden.

  • Nicht nur den Ist-Stand dokumentieren, sondern sagen, was wir wollen.


Rücktritt von angemeldeten Prüfungsleistungen[Bearbeiten]

Wie schon bei der vorletzten Sitzung des LSR angesprochen, gibt es an unseren Hochschulen/Universitäten komische Umgangsformen mit Rücktritten von Prüfungsleistungen, welche auf der Unterscheidung zwischen Arbeits- und Prüfungsunfähigkeit beruht. Dies hat die Forderung von amtsärztlichen Attesten und die Forderung nach der genauen Symptomatik des/der Betroffenen zur Folge. Zumindest an der TU Dresden wird von Seiten der "Rechtsabteilung" die Meinung vertreten, dass dies alles Rechtens ist und der Studierende eher in der Rolle des Bittstellers seinen Rücktritt bekannt gibt, als in der Position eines/r, der/die seine/ihre Rechte einfordert. Daher folgende Fragen, mit denen wir uns beschäftigen sollten:

  • (1) Wie ist die Praxis an anderen Universitäten/Hochschulen?
  • (2) Was macht ihr um Studierende, deren Rücktritte abgelehnt wurden, zu unterstützen?
  • (3) Meinungen des Justiziariates?
  • (4) In welchen Gremien wurde bei euch das Thema schon einmal diskutiert?